Grün ist nicht gleich grün

Ökostrom-Tarife sind beliebt – und günstig zu haben, oft ohne Aufpreis gegenüber konventionellem Strom. Aber „Ökostrom” ist kein geschützter Begriff mit einheitlichem Standard. Hinter dem Label steckt mal echter Zubau erneuerbarer Energien, mal nur ein zugekaufter Herkunftsnachweis.

Wie Ökostrom funktioniert

Physikalisch lässt sich Strom im Netz nicht nach Quelle trennen – aus deiner Steckdose kommt immer der Mix des Netzes. Ein Ökostrom-Tarif bedeutet daher: Der Anbieter kauft für deine verbrauchte Menge Strom aus erneuerbaren Quellen ein bzw. weist ihn über Herkunftsnachweise aus. Der Unterschied liegt darin, wie streng und wirkungsvoll das gemacht wird.

Auf welche Label du achten kannst

  • Anerkannte Gütesiegel: Label wie „Grüner Strom” oder „ok-power” stellen zusätzliche Anforderungen – etwa einen Beitrag zum Ausbau neuer erneuerbarer Anlagen. Sie sind ein gutes Signal für echten Mehrwert.
  • Reine Herkunftsnachweise: Der Mindeststandard. Legal und korrekt, aber ohne verpflichtenden Zubau – „grün” vor allem auf dem Papier.

Wer echten Umwelteffekt will, achtet auf ein anerkanntes Siegel statt nur auf das Wort „Öko”.

Kostet Ökostrom mehr?

Nein, nicht zwingend. Viele Ökostrom-Tarife sind preislich mit konventionellen vergleichbar oder sogar günstiger – gerade bei Neukundenaktionen. Der alte Mythos „grün = teuer” stimmt heute meist nicht mehr. Vergleiche wie bei jedem Tarif die Jahres-Gesamtkosten und prüfe die Wechselprämie.

Worauf du sonst achten solltest

  • Faire Laufzeit (12 Monate) und Kündigungsfrist.
  • Umfang und Dauer der Preisgarantie.
  • Keine riskanten Vorkasse-Pakettarife.
  • Seriöser Anbieter mit stabiler Bewertung.

Fazit

Ökostrom muss nicht teurer sein. Wer echten Effekt will, achtet auf ein anerkanntes Gütesiegel statt nur auf das Werbewort. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie bei jedem Energietarif: Gesamtkosten vergleichen, faire Konditionen wählen, Bonus mitnehmen. Angaben ohne Gewähr.