Warum das wichtig ist

Bei Strom- und Gastarifen werben Anbieter oft mit einem „Bonus” von mehreren hundert Euro. Was auf den ersten Blick gleich aussieht, unterscheidet sich stark im Detail – vor allem darin, wann das Geld bei dir ankommt. Das entscheidet, wie viel der Bonus wirklich wert ist.

Der Sofortbonus

Der Sofortbonus wird – trotz des Namens – meist nicht sofort, aber relativ früh gezahlt: häufig einige Wochen bis wenige Monate nach Lieferbeginn, oft unabhängig von der Jahresabrechnung. Vorteil: Du bekommst das Geld früh und trägst weniger Risiko, falls du später doch wechselst. Er ist damit in der Regel der attraktivere Bonustyp.

Der Neukundenbonus

Der klassische Neukundenbonus wird meist erst nach dem ersten vollen Lieferjahr mit der Jahresabrechnung verrechnet. Das bedeutet: Du musst mindestens 12 Monate durchhalten, sonst verfällt er häufig ganz. Der Bonus ist real, aber an Geduld und Vertragstreue gebunden.

Die Kombination

Manche Tarife bieten beides – einen kleineren Sofortbonus früh und einen größeren Neukundenbonus nach einem Jahr. Rechne bei der Bewertung immer mit dem Zeitpunkt: Ein Bonus in 12 Monaten ist weniger „griffig” als einer in 6 Wochen, besonders wenn du flexibel bleiben willst.

Worauf du achten musst

  • Auszahlungszeitpunkt im Kleingedruckten prüfen – nicht vom Namen leiten lassen.
  • Mindestlaufzeit: Der Neukundenbonus setzt fast immer 12 Monate Belieferung voraus.
  • Gesamtpreis zählt: Ein hoher Bonus bei teurem Arbeitspreis kann schlechter sein als ein günstiger Tarif mit kleinem Bonus. Vergleiche die Jahres-Gesamtkosten nach Bonus.
  • Pakettarife mit Vorkasse koppeln Boni oft an riskante Vorauszahlungen – Vorsicht.

Fazit

Sofortbonus = früher, risikoärmer. Neukundenbonus = später, an ein Jahr Vertragstreue gebunden. Entscheide nach Auszahlungszeitpunkt und immer auf Basis der Jahres-Gesamtkosten nach Bonus. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Tarifbedingungen.