Vergleichsportale haben den Energie- und Mobilfunkmarkt für Verbraucher überhaupt erst durchschaubar gemacht. Gleichzeitig sind sie werbefinanzierte Unternehmen — und genau das sollte man beim Lesen mitdenken. Für uns gilt das übrigens auch: dealbonus.de finanziert sich über Provisionen, und wir sagen das offen.
Wie das Geschäftsmodell funktioniert
Portale verdienen an Provisionen für vermittelte Verträge. Diese Provision ist je nach Anbieter unterschiedlich hoch. Das bedeutet nicht, dass Rankings gefälscht sind — es bedeutet aber, dass ein Portal kein Interesse daran hat, Anbieter zu listen, die nichts zahlen. Die Lücke ist oft interessanter als die Liste. Manche günstigen Anbieter tauchen schlicht nirgends auf, weil sie keine Provisionen zahlen.
Die Filter, die du zuerst umstellst
Die Voreinstellungen sind selten die, die zu dir passen. Bevor du das Ranking überhaupt liest:
- Bonus herausrechnen. Fast alle Portale sortieren nach den Kosten im ersten Jahr — inklusive Bonus. Das macht Tarife nach oben, die ab Monat 13 teuer werden. Such nach einer Option wie ohne Bonus oder Preis im zweiten Jahr.
- Vorkasse und Kaution ausschließen. Bei Energie ein Muss.
- Nur Tarife mit Preisgarantie anzeigen, wenn dir Planbarkeit wichtig ist.
- Laufzeit begrenzen — 12 Monate sind meist der beste Kompromiss.
- Kündigungsfrist auf maximal sechs Wochen setzen, damit der Folgewechsel nicht scheitert.
- Verbrauch korrekt eintragen. Der voreingestellte Musterhaushalt passt fast nie. Nimm den echten Wert von deiner Jahresabrechnung.
Nach diesen Einstellungen sieht die Liste oft völlig anders aus als vorher — und ehrlicher.
Die Tricks im Ranking
- Top-Platzierungen sind teilweise bezahlt. Achte auf kleine Hinweise wie Anzeige oder Empfehlung über dem ersten Treffer.
- Der Sternedurchschnitt stammt oft aus einem hausinternen Bewertungssystem, das nur Abschließende befragt — nicht Kunden, die später Ärger hatten.
- Das erste Jahr dominiert die Anzeige. Der Arbeitspreis pro kWh steht meist klein daneben. Er ist die belastbarere Zahl.
- Ein hoher Bonus kaschiert einen schlechten Grundpreis. Rechne einmal ohne Bonus durch, dann siehst du den echten Tarif.
Zwei Portale, nicht eins
Der wirksamste Trick ist banal: Nutze zwei verschiedene Portale und vergleiche die Ergebnisse. Weil beide unterschiedliche Anbieter gelistet haben und unterschiedlich sortieren, siehst du sofort, welche Tarife überall vorne liegen — die sind meist wirklich gut — und welche nur auf einem Portal glänzen. Ein Blick auf die Website des Wunschanbieters schadet ebenfalls nicht: Manchmal ist der Direkttarif günstiger als der über das Portal.
Die ehrlichste Kennzahl
Wenn du dir nur eine Zahl merken willst, dann diese: der Arbeitspreis pro Kilowattstunde ohne Bonus, zusammen mit dem Grundpreis. Damit rechnest du selbst hoch, was der Tarif dich im zweiten Jahr kostet — also dann, wenn die Werbung vorbei ist. Ein Tarif, der auch ohne Bonus konkurrenzfähig ist, ist ein guter Tarif. Alles andere ist ein Einjahresgeschäft, bei dem du dir den Wechseltermin notieren solltest.
Und was heißt das für uns?
Wir sind kein vollständiger Marktvergleich und behaupten das auch nicht. Wir kuratieren Angebote, die wir für fair halten, und kennzeichnen jeden Link als Werbelink. Für einen echten Vollvergleich nutz zusätzlich ein großes Portal — und rechne dort den Bonus heraus.